Fördermittel für den Turnierplatz
Im vergangenen Jahr hatten die Ratsfraktionen gegen die Stimmen der SPD eine umfassende Sanierung abgelehnt. Hintergrund war der hohe Eigenanteil, den die Gemeinde hätte aufbringen müssen – in Zeiten knapper Kassen sei das nicht zu verantworten, befand die Ratsmehrheit. Zwar hätten Bundeszuschüsse zur Verfügung gestanden, doch die Gemeinde hätte noch mindestens rund 260.000 Euro aus eigener Tasche aufwenden müssen – zu teuer, so die Mehrheitsmeinung.
Die FDP greift das Thema nun wieder auf. Der ablehnende Beschluss bedeute nicht, dass nichts auf dem Gelände geschehen solle, im Gegenteil. „Maßnahmen wie die Sanierung der Tribünen sind gleichwohl dringend geboten und im besten Fall durch Fördermittel zu finanzieren“, schreibt der Fraktionsvorsitzende Carsten Helms in seinem Antrag und fordert die Verwaltung auf, zu prüfen, ob Rastede die Voraussetzungen mitbringt, Geld aus dem Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ zu erhalten. „Bei entsprechenden Erfolgsaussichten ist die Antragstellung durchzuführen“, so Helms.
Zentraler Ort für Kultur
Die FDP habe bei Recherchen festgestellt, „dass das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung ein Förderprogramm aufgelegt hat, das der Attraktivitätssteigerung von Mittel- und Grundzentren in ländlichen Räumen dient“, führt Carsten Helms aus. „Es zielt auf Vorhaben zur Stärkung der Ankerfunktion der Zentren ab, die eine wichtige Versorgungsfunktion für ihr Umland übernehmen, etwa in den Bereichen medizinische Versorgung, Einzelhandel oder auch Kultur.“
Der Turnierplatz sei der zentrale Ort für Kultur in Rastede, unterstreicht Helms. Maßnahmen zur Platz-Aufwertung könnten für das Landes-Programm in Frage kommen. Näheres soll die Verwaltung herausfinden.
Vereine wünschen sich Sanierung
Dass sich die Ratsmehrheit Ende 2025 zunächst gegen Sanierungsmaßnahmen ausgesprochen hatte, rief vier Rasteder Großveranstalter auf den Plan. In einem gemeinsamen Brief warben der Verein Rasteder Musiktage, der Verkehrsverein, der Rasteder Automobil-Club und der Renn- und Reitverein Rastede klar für eine Sanierung des Geländes. Eine Aufwertung des stark genutzten Platzes und besonders die Instandsetzung der Tribüne sei notwendig, mahnten die Vereine. Die vom Planungsbüro vorgeschlagene Abtrennung der Zaunanlage lehnten sie aber ab. Der weiße Holzzaun müsse bleiben. Er sei ein Platzmerkmal und zudem nötig, um Vandalismus vorzubeugen. Auch die FPD hatte sich in den Gremien für den Zaunerhalt ausgesprochen.